Robin Reichert bei der DKMS!

Robin Reichert aus unserer Niederlassung in Neustadt i.H. war vor Kurzem in der Hauptstadt mit einem wichtigen Anliegen: Er hat Stammzellen gespendet.

Robin Reichert aus unserer Niederlassung in Neustadt i.H. war vor Kurzem in der Hauptstadt mit einem wichtigen Anliegen: Er hat Stammzellen gespendet. Die DKMS kam auf Herrn Reichert zu. Er sei der passende Spender für eine Patientin aus dem Ausland.

 

Was genau macht die DKMS eigentlich? Die DKMS ist eine weltweit agierende gemeinnützige Organisation. Ziel ist die Bekämpfung von Blutkrebs sowie die bestmögliche Unterstützung an Blutkrebs erkrankter Personen. 1991 in Deutschland gegründet verzeichnet die DKMS mittlerweile über 10 Millionen registrierte Spender.

Andre Walter, Personaldisponent in Neustadt i.H., hat sich mit Robin Reichert über seine Stammzellspende unterhalten.

 

Andre Walter: Bevor wir anfangen, magst du uns etwas über dich erzählen?

Robin Reichert: Mein Name ist Robin Reichert, ich bin 27 Jahre alt, komme aus Dakendorf in Ostholstein. Ich bin seit Anfang 2020 als Produktionsmitarbeiter im Knoop-Team.

 

AW: Wie lange bist du schon bei der DKMS registriert? Und was war der Grund, weshalb du dich registriert hast?

RR: Ich bin seit knapp 1,5 Jahren bei der DKMS registriert. Ich wollte anderen Menschen helfen, es hat zwar 4 Anläufe gebraucht, bis die Registrierung durch war, aber das machte mir nichts. Mein erster Versuch mich anzumelden, war mit 18 Jahren.

 

AW: Da hast du ja schon sehr früh angefangen, zu helfen.

RR: Ja genau! Ich dachte mir, ich tue damit anderen etwas Gutes. Ich war früher in der Feuerwehr aktiv. Dadurch bin ich es gewohnt, anderen zu helfen.

 

AW: Wie wurdest du informiert, dass du als Spender in Frage kommst?

RR: Die DKMS hat versucht, mich telefonisch zu kontaktieren, um mir mitzuteilen, dass Sie eine Patientin haben, zu der meine Stammzellen passen würden. Man kann aber auch per Brief oder per E-Mail angeschrieben werden.

 

AW: Welche Möglichkeiten zu spenden gibt es?

RR: Es gibt genau 2 Möglichkeiten zu Spenden, als erste Variante haben wir die periphere Stammzellenspenden und als zweite Variante die operative Stammzellenspende. Ich habe mich für die periphere Stammzellenspende entschieden.

 

AW: Wie sieht die Vorbereitung für die Spende aus?

RR: Also die Spendenvorbereitung ist separiert von der Entnahme der Stammzellen, ungefähr 2 Wochen vorher bekommt man, bei einem Arzt in der Nähe der Klinik, einen Termin zur Voruntersuchung. Bei der Voruntersuchung wird ein kurz EK gemacht, dann wird noch ein Ultraschall vom kompletten Bauch gemacht, um die Größe der Organe zu bestimmen. Anschließend hat man das Aufklärungsgespräch mit dem Arzt, was den ablaufen angeht und was für Nebenwirkungen auftreten können.

 

AW: Wo fanden die Spende und die Voruntersuchung statt?

RR: Ich musste beide Male nach Berlin fahren, da in Berlin die nächste Entnahmeklinik ist, wo ich meine periphere Stammzellenspenden abgeben konnte. Es gibt in Deutschland zwar mehrere Standorte, aber es kommt auf die Art der Spende an, diese bestimmt den Ort. Die Klinik kann auch anhand der freien Kapazität bestimmt werden, da wo Platz ist, kommt man hin.

 

AW: Wie genau läuft eine Spende ab?

RR: Eine Spende läuft eigentlich ganz einfach ab. Die Anreise ist am Tag vor der Spende und die Spende an sich kann zwischen 4 und 6,5 Std. dauern. Die Abreise ist wahlweise am nächsten Tag oder sogar am selben Tag, wie die Entnahme stattfand. Die vor der Spende verabreichten Medikamente regen das Wachstum der Stammzellen an und die Medikamente sorgen dafür, dass die Zellen in die Blutbahn geraten. Wenn das alles geklappt hat, wird man bei der direkten Spende nur noch an eine Maschine angeschlossen, die das eigene Blut 2x filtert. Beim Filtern werden die Stammzellen entnommen und das wars. Vor der Spende musste ich nicht allzu viel beachten, nur Koffein sollte ich nicht zu viel zu mir nehmen.

 

AW: Wann durftest du nach der Spende wieder nach Hause und musstest du noch etwas Besonderes beachten?

RR: Ich durfte direkt am selben Tag wieder nach Hause. Nach der Spende bleibt man noch kurz zur Überwachung und danach kann man wieder gehen. Ich musste auch nicht auf viel achten, außer auf die körperliche Belastung wegen der Medikamente.

 

AW: Gibt es etwas, dass dir an der Spende besonders im Gedächtnis geblieben ist?

RR: Mir ist vor allem im Gedächtnis geblieben, ob meine Spende vom Empfängerkörper auch angenommen wird. Viel darf ich dazu zwar nicht sagen, aber die Spende sollte nach Kanada gehen, wo Sie eine Frau bekommen sollte, die über 30 ist. Also im Allgemeinen hoffe ich, dass es funktioniert hat.

 

AW: Wie geht es dir jetzt? Und was ist dein Fazit nach der Spende?

RR: Mir geht es ganz gut so weit. Ich würde mir wünschen, dass sich mehr Leute für eine Spende registrieren lassen, da die Spende an sich schmerzfrei ist und ihr so vielen Menschen eine zweite Chance geben könnt. Es ist einfach, leicht und es hilft anderen, also warum nicht?

 

AW: Vielen Dank für das Interview!

RR: Sehr gern!

 

Wir bedanken uns bei Robin Reichert für sein Engagement und das spannende Interview!

 

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Hier erfahren Sie mehr über die Spende oder registrieren Sie sich als Spender bei der DKMS!

 

 

 

 

 









Hinweis: Im Artikel wird auf die Website der Deutschen Knochenmarkspende (DKMS) verlinkt.