Antworten auf die häufigsten Fragen
Was versteht man eigentlich unter Arbeitnehmerüberlassung?
Bei der Arbeitnehmerüberlassung wird ein Mitarbeiter (Zeitarbeitnehmer) von seinem Arbeitgeber (Zeitarbeitsunternehmen) einem anderen Arbeitgeber (Kundenbetrieb) zur Arbeitsleistung überlassen. Der Mitarbeiter bleibt dabei immer Arbeitnehmer des Zeitarbeitsunternehmens – auch dann, wenn der Überlassungsvertrag zwischen Kundenbetrieb und Zeitarbeitsunternehmen endet. Die gewerbsmäßige Arbeitnehmerüberlassung ist ein erlaubnispflichtiges Gewerbe; zuständig für die Erlaubniserteilung und die Überwachung der Zeitarbeitsfirmen sind die Regionaldirektionen der Länder. In dem seit 1972 geltenden Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) sind die Regeln für die gewerbsmäßige Arbeitnehmerüberlassung niedergelegt.
Wie viele Menschen arbeiten als Zeitarbeitnehmer?
Der Gesamtanteil der Zeitarbeitnehmer an den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigtenverhältnissen in Deutschland liegt unter 2%. Nach der
amtlichen Statistik der Bundesagentur für Arbeit waren zum Stichtag 31.12.2010 insgesamt 823.509 Zeitarbeitnehmer bundesweit tätig.
Was ist der Unterschied zwischen Arbeitnehmerüberlassung und privater Arbeitsvermittlung?
Arbeitnehmerüberlassung und private Arbeitsvermittlung sind vergleichbar in den Arbeitsabläufen, wie sie geeignete Kandidaten für die Besetzung offener Stellen auswählen. Ein entscheidender Unterschied zeigt sich jedoch, wenn man die Zeit nach der erfolgreichen Personalauswahl vergleicht: Während in der Zeitarbeit der ausgewählte Kandidat Arbeitnehmer des Zeitarbeitsunternehmens ist, wird in der Arbeitsvermittlung der Kandidat vom Kundenbetrieb selbst angestellt.
Welche Vorteile habe ich als Unternehmen durch den Einsatz von Zeitarbeitnehmern?
Es gibt viele Gründe, die kurzfristig, manchmal sogar von heute auf morgen einen zusätzlichen Personalbedarf verursachen: Egal ob der kurzfristige Eingang eines großen Auftrags, saisonale Schwankungen oder Krankheitsausfälle bei den eigenen Mitarbeitern – immer sind schnelle Lösungen gefragt. Die Zeitarbeit kann hier einfach und kostensensibel helfen.
Wie kurzfristig können Personalengpässe ausgeglichen werden?
Wie lange dürfen Zeitarbeitnehmer maximal eingesetzt werden?
Grundsätzlich ist eine Arbeitnehmerüberlassung seit der AÜG-Reform zum 01.01.2004 zeitlich nicht mehr limitiert.
Wer trägt die Sozialabgaben für die Zeitarbeitnehmer?
Der Zeitarbeitnehmer ist stets Mitarbeiter des Zeitarbeitsunternehmens. Das bedeutet: Der (Zeit-)Arbeitnehmer schließt seinen Arbeitsvertrag mit dem Zeitarbeitsunternehmen. Dieses erstellt die Abrechnung, zahlt das Nettoentgelt und führt – als Arbeitgeber – selbstverständlich ebenfalls die gesetzlichen Abgaben ab. Ein Zeitarbeitnehmer hat in Deutschland also einen Arbeitsvertrag wie in jeder anderen Branche – mit allen Rechten und Pflichten.
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